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Voodoo und Riva

Voodoo und Riva

Mit der Einführung der Voodo von 3DFX verabschiedeten sich kleinere Hersteller relativ schnell vom Markt, da die Verbreitung der Voodoo so hoch war, dass sich kaum ein Chiphersteller mehr halten konnte. Nur ATI (Rage-Serie) und Nvidia (Riva TNT) konnten noch vertretbare Marktanteile erzielen und es entwickelte sich eine Art Dreigespann. Im Laufe der nächsten Jahre, von 1997 bis 2000, war es weder Nvidia noch ATI möglich, 3DFX vom Thron zu stoßen, weswegen Nvidia dem amerikanischen Chiphersteller nach langen Verhandlungen ein Übernahmeangebot für satte 112 Millionen Dollar unterbreitete. Damit gelang es Nvidia erstmals, sich an die Spitze der Chiphersteller für 3D-Beschleuniger zu setzen und ATI fast ein Drittel aller Marktanteile abzunehmen.

Aus ATI wird AMD

Bis zuletzt hatte ATI einen Marktanteil von fast 45%, da Nvidias Grafikkarten den Ruf hatten zwar leistungsfähiger, aber auch wesentlich teurer zu sein. ATI hatte vor allem zu Zeiten der Radeon bis zur Generation X immer ein oder zwei Modelle für Einsteiger und Casual-Gamer im Angebot und konnte dadurch seinen Kundenstamm halten. 2006 wurde ATI von AMD für 5,4 Milliarden US-Dollar übernommen und ein paar der ehemaligen Mitarbeiter arbeiten heute noch unter der Flagge von AMD. Auch das Geschäftsmodell hat sich kaum verändert, aber viele Kunden sind zu Nvidia hinübergewechselt. Heute hat die Grafikkartensparte des amerikanischen Konzerns einen Marktanteil von etwa 33%, was weniger an der gebotenen Leistung, als eher daran liegt, dass Nvidia mit der Einführung neuer Technologien, vor allem DirectX 10 und 11, immer einen Schritt voraus war.

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